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E-Jugend sorgt für Paukenschlag

Turniersieg in Altlandsberg

Wje altlandsberg turnier

Der MTV Altlandsberg und der Frankfurter Handballclub: - das ist schon eine ganz besondere Clubfreundschaft. Die Spiele gegeneinander sind schon etwas speziell und garantieren immer Spannung, aber wenn es um Turniere geht, dann laufen alle zur Hochform auf. Der MTV Altlandsberg, um die Cheforganisatorin Sabine Stofs, hatte eine besondere Idee und lud Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ein. Der Einladung folgten der Pasewalker HV, Stavenhagener SV, SV Warnemünde und der Frankfurter Handballclub mit zwei Mannschaften.

Ein erster Gradmesser sollte die erste Mannschaft des Pasewalker HV gleich zum Auftakt sein. Die Frankfurterinnen begannen konzentriert und engagiert. Die gute Abwehrarbeit und konsequente Chancenverwertung legten die Grundlage für einen schwer erkämpften Auftaktsieg. Mit 7:5 entschied der FHC diese Begegnung für sich. Dieser Sieg war eine Initialzündung der besonderen Art, denn nach diesem Auftakt nach Maß wurde der Rucksack und nervliche Ballast abgeworfen. Gegen die zweite Mannschaft des Frankfurter HC, eine Mischung aus E-, F- und Minispielerinnen, ging es genauso konzentriert weiter. Der klare Sieg von 11:1 war aber dennoch kein Spaziergang, weil die „Kleinen“ die Großen ordentlich forderten. Schließlich kennt man die Stärken und Schwächen aus den gemeinsamen Trainingseinheiten.

Mit Spannung wurde das Duell zwischen dem MTV Altlandsberg und den Frankfurterinnen erwartet. Beide Mannschaften kennen sich aus den Punktspielen in der Kreisliga, die beide klar an den MTV gingen. Und auch darüber hinaus fachsimpeln die Trainerinnen und Trainer gern über die Ausbildung im Kinderhandball. „Zwischen den Mädels beider Teams gibt es kleine Freundschaften. So werden die Pausen zwischen den Spielen für gemeinsame Spiele genutzt. Sobald aber der Anpfiff erfolgt, geht es leidenschaftlich zur Sache“, so Trainer Mario Quast.

So war es auch diesmal. In den ersten Minuten das altbekannte Bild, Nervosität auf beiden Seiten. Nach der Anfangsführung durch das Geburtstagskind Laura Orczykowska, die im gesamten Turnier überragend spielte, wogte das Spiel hin und her. Altlandsberg ließ sich von der ersten Welle der Oderstädterinnen überhaupt nicht beeindrucken, sondern zeigte durch schnelle und fintenreiche Spielzüge, wer in der Erlengrundhalle zu Hause ist. Zu diesem Zeitpunkt kochte bereits die grüne Hölle. Sollte es wie in den Ligaspielen am Ende wieder zu Ungunsten der Frankfurterinnen kippen? Diesmal zeigte der FHC ein ganz anderes Gesicht und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Unbeeindruckt von der tollen Kulisse drehten die Frankfurterinnen um die umsichtige Spielmacherin Celina Bähr auf und zogen in einem 5-Tore-Lauf auf 6:2 davon. Das Spiel war aber noch lange nicht gewonnen. Der MTV versuchte alles, um das Spiel zu drehen, scheiterte aber selbst in aussichtsreichster Position an der glänzend aufgelegten Julienne Horn im Tor. Ein weiterer Sturmlauf am Ende sorgte für einen klaren Sieg gegen den MTV Altlandsberg, der auch mit 10:3 die Kräfteverhältnisse an diesem Tag neu regelte.

„Für uns war es sehr schön zu sehen, dass aus einer sicheren Abwehr mit schönen Spielzügen der Torerfolg gesucht wurde. Und diesmal haben auch die Torabschlüsse eiskalt gesessen.“, bemerkte stolz Trainerin Angelina Hintze.

Im Turnierverlauf kristallisierten sich neben dem FHC die beiden Teams aus dem Norden, der Stavenhagener SV von 1863 und der SV Warnemünde, als heiße Anwärter auf den Siegerpokal heraus. Jedes Spiel wurde nun zu einem Endspiel. Das erste Endspiel bestritt der FHC gegen den Geheimfavoriten Stavenhagener SV. Die Stavenhagener gehören in dieser Altersklasse zu den Leistungsträgern im Norden. Mit drei Siegen im Rücken traten beide Mannschaften selbstbewusst auf. Die Frankfurterinnen spielten wie entfesselt auf und dominierten die ersten 5 Minuten das Spiel. Ein scheinbar sicherer Drei-Tore-Vorsprung wurde herausgeworfen. Alles lief nach Plan.

Nicht nur die zahlreich mitgereisten Eltern waren begeistert vom Auftritt des FHC. „Dann kamen wieder mal unsere bekannten 5 Minuten: es wurde nicht mehr aggressiv genug gedeckt, Aktionen wurden überhastet abgeschlossen oder Fehlabspiele brachten Sand in das Getriebe.“, erklärt Mario Quast den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 3:3. Das Spiel verschenken wollte das Team aber nicht. Mit einer Energieleistung in den Schlussminuten rissen die Frankfurterinnen das Ruder noch einmal herum und feierten am Ende den 5:3-Sieg.

Im vorletzten Spiel ging es gegen den eigentlichen Turnierfavoriten SV Warnemünde. Das Team von der Ostsee gehört zu den Besten im weiblichen E-Jugendbereich im ostdeutschen Handball und ist als Talenteschmiede bekannt. Auf die ungeschlagenen Frankfurterinnen wartete das Ostsee-Team, für das es nach einer Niederlage bereits um alles ging. Der Auftakt war von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Der FHC hatte Probleme mit der kompromisslosen Abwehrarbeit des SV Warnemünde. Viele schöne Einzelaktionen und schnelle Spielzüge ließen das Spiel kippen und plötzlich lag der FHC knapp mit 2:1 vorn. Die Ostseestädterinnen drehten mit einem 4-Tore-Lauf das Spiel zum zwischenzeitlichen 4:2. Als es dann noch einen Siebenmeter für den SV Warnemünde gab, schien die Entscheidung gefallen.

Julienne Horn strahlte Ruhe und Sicherheit im Tor aus und parierte sensationell den platzierten Wurf der Spielmacherin des SVW. Im Gegenzug erzielte Nele Hamann unter den Augen ihres stolzen Opas und Fußballlegende Erich Hamann den Anschlusstreffer zum 3:4. Leider blieb dem FHC nicht mehr ausreichend Zeit zum Ausgleich und es blieb bei der knappen Niederlage.

Das letzte Spiel gegen die F-Jugend des Pasewalker HV war eine klare Sache und wurde mit 9:0 konzentriert zu Ende gespielt. Da Warnemünde sich gegen die im Turnierverlauf stark steigernde erste Mannschaft des Pasewalker HV nicht durchsetzen konnte und der der Stavenhagener SV die „Zweite“ des FHC nicht wie erwartet überrollte, stand der Sieg der E aus Frankfurter fest.
Die zweite Mannschaft trug einen entscheidenden Anteil am Gesamtsieg der ersten Mannschaft bei. Die „Zweite“ des Frankfurter Handballclubs spielte durchweg gegen übermächtige Gegner und ist trotzdem nicht untergegangen. „Wenn man in allen Spielen durchweg Chancen herausspielt und Tore gegen Teams erzielt, die in ihren Ligen oben mitspielen, kann man nur noch stolz auf diese Leistung blicken.“ bewertete Angelina Hintze den Auftritt.

Hier muss man die Altersunterschiede und Wettkampferfahrung zwischen den Mannschaften sehen. Schließlich mussten die „Kleinen“ gegen Spielerinnen antreten, die manchmal nicht nur 2 bis 3 Jahre älter waren, sondern auch über wesentlich mehr Kondition und Wettkampfhärte verfügten.

„Für die Spielerinnen und mitgereisten Fans ist es ein sensationeller Erfolg. Bei allen Spielerinnen konnten wir starke Verbesserungen sehen. Dieser Turniersieg wiegt doppelt, wurde er doch gegen Mannschaften erzielt, gegen die wir noch vor Monaten chancenlos waren. Wir haben mit 45 Toren mit Abstand die meisten Tore erzielt und eine der stärksten Abwehrreihen des Turniers gestellt. Ein besonderes Lob geht an die beiden Torhüterinnen Julienne Horn und Jolina Gramm, sowie Laura Orczykowska, die an ihrem 10. Geburtstag eine Topleistung ablieferte. Wir sind auf einem guten Weg.“, analysierte Mario Quast den Erfolg. Das war ein Wochenende wie es besser nicht laufen konnte. Die Frauen gewannen den Landespokal und die Kleinen trumpften in Altlandsberg auf.

Abschlusstabelle Spiele g u v Tore Diff.
1 Frankfurter HC I 6 5 0 1 45:16 29
2 Stavenhagener SV 6 5 0 1 31:15 16
3 SV Warnemünde 6 4 0 2 22:17 5
4 MTV Altlandsberg 6 3 0 3 35:31 4
5 Pasewalker HV (E) 6 3 0 3 23:24 -1
6 Pasewalker HV (F) 6 1 0 5 11:29 -18
7 Frankfurter HV II 6 0 0 6 7:42 -35

Ergebnisse FHC I (wJE)
Pasewalker SV I – FHC I 5 : 7
FHC I – FHC II 11:1
FHC I – MTV Altlandsberg 10:3
FHC I – Stavenhagener SV 5:3
Warnemünder SV – FHC I 4:3
Pasewalker SV II – FHC I 0:9

Ergebnisse FHC II (wJF/E/Minis)
FHC II – MTV Altlandsberg 2:7
FHC I – FHC II 11:1
Pasewalker SV I – FHC II 5:1
Warnemünder SV – FHC II 4:1
FHC II – Pasewalker SV II 1:4
FHC II – Stavenhagener SV 1:11

Schlagwörter: Nachwuchs E-Jugend

Permalink  fhc am  9. Januar 2018 - 14:53 Uhr       

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03HSG Jörl DE Viöl216531:11
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05Frankfurter HC214528:14
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07TV Oyten21-1017:25
08TSV Wattenbek21-3416:26
09SV Grün-Weiß Schwerin21-4614:28
10MTV 1860 Altlandsberg21-6314:28
11TSV 1860 Travemünde21-1338:34
12VfL Stade21-1792:40

22. Spieltag

Frankfurter HC00:00SV Grün-Weiß Schwerin22.04.18 | 17:00 Uhr | Brandenburg-Halle

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