Die FHC-Handballerinnen haben am Sonnabend die zweite Heimniederlage einstecken müssen. Die Oderstädterinnen unterlagen ersatzgeschwächt der Bundesliga-Reserve des VfL Oldenburg mit 26:29 (10:16). Ursache der erneuten Heimpleite war vor allem eine schwache erste Halbzeit, in der der FHC nach gut zwanzig bereits 3:13 zurücklag. Danach bewiesen die Frankfurterinnen jedoch große Moral, kämpften sich ins Spiel zurück und schafften zweieinhalb Minuten vor dem Ende den Anschluss. Zu mehr reichte es aber nicht. Erfolgreichste Werferinnen waren die Rückraum-Schützen Nikolina Todorovic und Eike Hannemann mit je sechs Treffern.
Ohne drei verletzte Stammspielerinnen und Shooterin Adele Kasper waren die Frankfurterinnen mit dem beinahe „letzten Aufgebot“ in die Partie gegen den Spitzenreiter gegangen. Paula Förster erzielte noch die 1:0-Führung für den FHC, danach klappte längere Zeit so gut wie nichts mehr. Technische Fehler, schnelle und überhastete Abschlüsse und eine lückenhafte Abwehr nutzten die zu diesem Zeitpunkt überlegenen Gäste zu einer deutlichen 13:3-Führung (22.). Da hätte wohl keiner der enttäuschten knapp 300 Zuschauer in der Brandenburg-Halle geglaubt, dass dieses Spiel noch eine Wende nehmen könnte.
Doch die Oderstädterinnen besannen sich und zeigten Charakter und Moral. Angetrieben von der Rückraumreihe um Jolene Preussler, Nikolina Todorovic und Eike Hannemann hatten die Gastgeberinnen mit 7:3 Toren den Vorsprung des VfL bis zur Pause immerhin auf 10:16 verkürzt. Und die Aufholjagd ging weiter. Tor um Tor verkürzte der FHC die Gäste-Führung und Paula Förster schaffte mit einem sehenswerten Doppelpack aus dem Rückraum (!!) zweieinhalb Minuten vor dem Ende tatsächlich den 26:27-Anschluss. Schade, dass dem aufopferungsvollen Kampf das erhoffte positive Ende verwehrt blieb. Schließlich siegte Oldenburg – vor allem aufgrund der ersten Halbzeit nicht unverdient – mit 29:26. Dennoch fand FHC-Trainer Arnes Cebic, „dass wir zumindest ein Unentschieden verdient gehabt hätten. Aber die Hypothek aus der ersten Halbzeit war zu groß“, resümierte er enttäuscht.








