Christian Ciemalla (hbvf.de)
Der Jubel kannte keine Grenzen. In einem wahren Thriller setzte sich die deutsche Auswahl am Ende knapp mit 23:22 (13:13) gegen Dänemark durch. Der Schlußtreffer fiel dabei erst in den letzten Sekunden und sorgte für grenzenlosen Jubel beim deutschen Team.

FHC-Torfrau Melanie Herrmann hielt den Sieg fest
Foto: Tim-Oliver Kalle
Die 2.500 Zuschauer in Mazedonien schufen einen würdigen Rahmen für das Finale der Weltmeisterschaften der Juniorinnen und sie sahen ein gutklassiges und von der Spannung geprägtes Spiel. Zunächst erwischte der Favorit aus Dänemark den besseren Start (5:1)
Die deutsche Auswahl wirkte sichtlich beeindruckt, aus der Distanz waren zumeist Fahrkarten zu verbuchen und so setzte sich der Favorit aus Dänemark weiter ab. In der sechzehnten Spielminute beim 9:3 betrug die Differenz bereits sechs Tore.
Doch die deutsche Auswahl fand zurück ins Spiel. In das Spiel der Däninenn schlichen sich die ersten Fehler ein, auch, weil die deutsche Deckung nun konzentrierter agierte. Zudem wurde Melanie Herrmann nun zum entscheidenden Rückhalt des deutschen Teams, am Ende verbuchte die Torhüterin achtzehn Paraden auf der Habenseite und wehrte damit über fünfzig Prozent der dänischen Würfe ab.
Fünf torlose Minuten des Favoriten reichten der deutschen Auswahl um mit einem furiosen Zwischenspurt zum 9:9 auszugleichen, zur Pause hieß es 13:13.
Dann legte die DHB-Auswahl 18:15 vor, doch dieser war beim 19:19 aufgezehrt. Dalby und Augustesen brachten die Däninnen in der Folge sogar wieder in Front. Nadgornaja und Müller glichen jeweils aus, doch Kristiansen warf den Favoriten wieder in Front.
Vier Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen. Franziska Mietzner glich zunächst umgehend aus, danach war die Nervosität auf beiden Seiten förmlich greifbar. Drei Fehlwürfe und zwei technische Fehler auf dänischer Seite, zwei Fehlwürfe und zwei technische Fehler bei Deitschland.
Melanie Herrmann hatte den Wurf von Dalby zwanzig Sekunden vor Spielende entschärft und Leun nahm umgehend seine Auszeit. Den angesagten Spielzug schloß Franziska Mietzner drei Sekunden vor Spielende erfolgreich ab, Deutschland führte 23:22. Dänemark versuchte einen letzten Angriff, doch die Zeit war zu kurz, der unvorbereitete Wurf von Dalby war leichte Beute für Herrmann, die mit ihrer letzten Parade den Jubelsturm des deutschen Teams losbrechen ließ.
Dänemark – Deutschland 22 : 23 (13:13)
Dänemark:
Sandra Toft (11 P.), Rikke Skov Myrup (2 P.)
Mia Boesen, Laerke Winther Moller (1), Gitte Andersen (2), Mia Augustesen (3), Susan Thorsgard (6), Stine Nyegaard, Sabrina Rasmussen, Camilla Dalby (5), Ditte Kelsa, Kristina Kristiansen (4), Anne-Kathrine Bruun Ostergaard, Kirsten Balle (1)
Deutschland:
Anna Monz (2 P.), Melanie Herrmann (18 P.)
Marelen Zapf, Nadja Nadgornaja (4/2), Susann Müller (7), Franziska Mietzner (2), Lone Fischer, Evelyn Schulz, Kira Eickhoff (3), Julia Wenzl, Elisabeth Garcia-Almendaris (3), Friederike Gubernatis, Kim Naindzinavicius (1), Janine Urbannek (3)
Zuschauer: 2.500
Schiedsrichter: Andersen / Sodahl (NOR)
Strafminuten: 2 / 2
Siebenmeter: 0 – 2/2








