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Michael Quaas wird 60

Von Hans Eberhard

Als Handballer war der 1,75 Meter große und schlanke Michael Quaas körperlich kein Riese. Auch nicht von den großen Erfolgen her. Aber mit seinem Fach- und Menschenverstand ist er sowohl bei den Frankfurter Handballdamen als auch beim Nachwuchs ein gefragter Mann, eine Autorität. Am Sonnabend wird er 60 Jahre alt.

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» Gutes Team: Michael Quaas und Dietmar Schmidt « Foto: Heiner Lehmann, sportseye.de


"Kinder, wie die Zeit vergeht!" Michael Quaas kann es kaum glauben. Aber vor 40 Jahren kam er mit den ASK-Männern von Strausberg nach Frankfurt. Die Handballer waren im Juli 1969 die ersten, die "per Dekret" von Berlin an die Oder wechselten.

Hintergrund war der DDR-Leistungssportbeschluss, mit Blick auf Olympische Spiele und WM die Kräfte und Mittel zu konzentrieren, effektiver einzusetzen. Boxer und Judoka folgten aus der DDR-Hauptstadt. Später kamen Gewichtheber, Sportschützen und Radsportler aus Leipzig sowie Ringer aus Rostock hinzu. Das in zwei Jahren errichtete ASK-Sportzent- rum im Norden der Stadt wurde am 23. Juni 1973 übergeben. Vor 36 Jahren war noch an keine Oderlandhalle oder gar Brandenburg-Halle zu denken.

Geboren wurde Michael Quaas in Pirna, wo sein Vater Guido Handball spielte und in den 50er Jahren auch Sachsenmeister wurde. Aufgewachsen ist er mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Jochen aber in Guben. Im dortigen Chemiefaserwerk war der Vater Produktionsdirektor, später Werkleiter. Klar, da begann der 14-jährige Michael auch mit dem Handball. "Ich muss mich nicht ganz dämlich angestellt haben, denn als A-Jugendlicher konnte ich schon bei den Männern mitmachen." Und so durfte er auch im Testspiel gegen den damals schon "großen" ASK Vorwärts Berlin auflaufen.

Das war jedoch nicht der Grund für seinen späteren Wechsel nach Berlin. Nach dem Abitur sollte er drei Jahre zur NVA. Er wollte nicht so lange zur Armee, sträubte sich. Die Sache drohte zu eskalieren. Da kam der Gewerkschaftsvorsitzende des Werkes auf die geniale Idee, an den ASK zu schreiben mit der Bitte, den talentierten Gubener Handballer zu testen. Die Einladung aus Strausberg kam prompt, überraschend.

Der 19-jährige Michael Quaas bestand den Eignungstest, war ab Januar 1969 Sportsoldat beim ASK Berlin. Nicht unbedingt mit den Gardemaßen eines Handballers ausgestattet, biss er sich durch. Schnell war er, und athletisch. "Ein Kampfschwein", so charakterisiert er selbst amüsiert, aber ehrlich seine damalige Rolle auf dem Parkett. Monate später gings nach Frankfurt, wo die Handballer ihr erstes (Übergangs-)Quartier im Grünen Weg bezogen und in der alten Kamieth-Halle für Begeisterung sorgten.

Anfangs spielte er in der zweiten Mannschaft, ab 1972 zwei Jahre in der Oberliga-Truppe mit Größen wie Josef Rose, Hans Engel, Rainer Frieske, Wilfried Weber und Dietmar Schmidt. "Wenn es gegen den SC Dynamo ging, war das etwas Besonderes, Aufregendes für mich, denn bei den Berlinern spielte mein Bruder Jochen auf Rechtsaußen, ich auf der linken Seite", erinnert sich Michael Quaas nur ungern an die hautnahen Kreuzwege. Der Bruder stand schon im erweiterten Nationalkader, war also im direkten Vergleich meist ein Quäntchen besser.

1974 beendete er seine Karriere als Aktiver, kam nicht mehr zu DDR-Meister- und Europacup-Ehren. Der gelernte Chemiefaserfacharbeiter und Diplom-Sportlehrer begann etwas ganz Neues: erst Trainer im Nachwuchs, dann Coach der II. Männer. Von 1980 betreute er mit Wilfried Weber acht Jahre lang die Oberliga. "Das überraschte mich selbst, denn als Handballer hatte ich ja keine großen Meriten aufzuweisen", urteilt Quaas. Aber er hatte wie Egon Olsen immer "einen Plan", trainierte anders als andere: "Akribisch und mit neuen Ideen", sind sich die ehemaligen Handball-Lehrer Waldemar Pappusch (73) und Manfred Förster (71) einig.

Allerdings, und das wurmt Quaas noch heute, gelang ihm auch als Trainer nicht der ganz große Wurf. Dreimal wurde er mit dem ASK Vizemeister, zweimal nur einen Punkt zurück. "Da hatten wir kein Glück, ärgerlich." 1988 wurde der NVA-Hauptmann dann Cheftrainer für den männlichen Bereich, schied Ende 1990 auf eigenen Wunsch aus.

Brandenburgs Landestrainer war er, und Lehrwart. Und verdiente sich von 1992 bis 2004 mit seiner Frau Theresia als Tankstellenpächter seine Brötchen. Dieser Stress mit oftmaligen Anbietermarken-Wechseln sowie seine sportlichen Multifunktionen führten 2005 zum gesundheitlichen Kollaps, zum sogenannten Burnout-Syndrom.

Vom Handball freilich konnte und wollte er nie ganz lassen. Er war Coach der II. FHC-Frauen, Sportlicher Leiter, ein in vielen Fällen erprobter "Feuerwehrmann". Jetzt ist er an Dietmar Schmidts Seite wieder Co-Trainer der Bundesliga-Frauen, betreut zudem die D-Jugend des FHC. "Wenn ich helfen kann, helfe ich", sagt er. Und: "Mit den Elfjährigen und ihren großen Kulleraugen macht es einen Riesenspaß, da sieht man Woche für Woche Fortschritte."

Wenn Michael Quaas Ende des Monats offiziell Rentner wird, heißt das kaum mehr Zeit für Haus und Garten in Wulkow, für zwei Kinder und drei Enkel. Er bleibt weiterhin am Ball.


Quelle: moz.de


Permalink  fhc am  27. Juni 2009 - 16:34 Uhr    

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