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FHC greift nach dem letzten Strohhalm

Umkämpfter 25:24-Sieg gegen den TV Aldekerk

210523 FHC vs TV Aldekerk09

Mit einen hauchdünnen 25:24 (12:11)-Erfolg über den TV Aldekerk haben die Handball-Frauen des Frankfurter HC am Sonntag die letzte Chance auf ein Erreichen des Relegationsrangs in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga ergriffen. Nach starker Anfangsphase und einem Fünf-Tore-Vorsprung (6:1/9.) gerieten die Oderstädterinnen im zweiten Durchgang ins Hintertreffen (17:21/44.). Als die Frankfurter Angriffe von den Gästen immer wieder nur regelwidrig gestoppt werden konnten, verwandelte Maxie Fuhrmann die fälligen Strafwürfe eiskalt. Neun Mal trat die 17-Jährige an den Punkt, neun Mal war sie erfolgreich, unter anderem zum 22:22-Ausgleich (54.) wie auch beim 25:24-Siegtreffer (58.). 

Zur Matchwinnerin wurde dann aber Torhüterin Valeryia Kurliandchyk, die im gesamten Spiel bereits eine bärenstarke Leistung gezeigt hatte. Fünf Sekunden vor Schluss hielt die 19-Jährige einen Siebenmeter der Gäste und rettete ihrem Team den umjubelten Sieg. Damit haben die Oderstädterinnen nun am nächsten Sonnabend die Gelegenheit, mit einem Erfolg im finalen Duell beim SV Allensbach ihr Punktekonto auszugleichen. Ob das allerdings für Relegationsrang drei reicht, entscheidet das Spiel am Sonntag zwischen dem TV Aldekerk und dem MTV Heide.

In einer starken Anfangsphase konnten sich zunächst Jessica Jander von Linksaußen, Michéle Dürrwald im Eins gegen Eins, drei Mal Anja Ziemer sowie Kamila Szczecina zum schnellen 6:1 gegen eine offensive wie aggressive Gäste-Deckung durchsetzen (9.). Hinten stand beim FHC eine sattelfeste 6:0-Abwehr mit einer bestens aufgelegten Valeryia Kurliandchyk im Tor. Bis zum 9:4 (18.) hielt der Fünf-Tore-Vorsprung der Gastgeberinnen. Einige technische Fehler nutzte Aldekerk und kam auf 10:8 heran (23.). Maxie Fuhrmann mit einem Heber vom Siebenmeterpunkt und Michéle Dürrwald mit einem Konter nach abgefangenem Zuspiel der Gäste legten wieder auf 12:8 vor (28.). Drei weitere technische Fehler des FHC bestrafte der TVA in weniger als zwei Minuten mit dem Anschlusstreffer vor der Pause.

Die Gäste hatten nun Oberwasser und kamen motivierter aus der Kabine. Immer wieder nutzten sie die Unzulänglichkeiten des FHC zu schnellen Gegenstoßtoren. Nach 44 Minuten hieß es so bereits 21:17 für den TV Aldekerk. Doch die Frankfurterinnen gaben nicht auf und erkämpften mit einer unbändigen Moral wieder den Gleichstand (22:22/54.). Neben Valeryia Kurliandchyk im Tor, den erfolgreichen Außen Emy Jane Hürkamp und Beatrice Zacharias waren es nun vor allem die verwandelten Strafwürfe von Maxie Fuhrmann, die den FHC im Spiel hielten.

„Wir haben viel versucht, es über Übergänge zu lösen und da in der Summe viele Siebenmeter gekriegt“, erkannte Trainer Torsten Feickert. „Und das gehört eben auch dazu, da steht mit Maxie Fuhrmann eine B-Jugendliche am Punkt, die neun Siebenmeter reinmacht ohne einen einzigen Fehlwurf. Das rettet uns dann das Ergebnis in Summe, aber das haben die anderen Mädels ja vorbereitet. Es ist ja nicht so, dass wir keine Lösungen gefunden haben, sondern es der Gegner eben nur unfair verteidigen kann.“

Doch auch Aldekerk bekam in der Schlussphase Siebenmeter zugesprochen. Einen parierte FHC-Keeperin Mandy Schneider beim Stand von 23:23 (55.), der nächste saß (23:24/56.). Vorn traf Jessica Koconrek zum 24:24 (57.). Zwei Minuten vor dem Ende gab es wieder Strafwurf für Frankfurt. Maxie Fuhrmann trat erneut an und traf. „Ich gehe da hin, gucke wie die Torhüterin steht und dann mach ich es einfach“, erzählt die 17-Jährige hinterher unbekümmert. „Ich denke da nicht viel drüber nach, sondern entscheide erst während des Wurfes, wohin der Ball geht“, berichtet die Schützin. Zum Showdown kam es dann erst in den Schlusssekunden, in deren Folge Valeria Kurliandchyk unter einem Berg überglücklicher FHC-Spielerinnen begraben wurde.

Stimmen zum Spiel:

Yvonne Filgert (Trainerin TV Aldekerk)

Es war ein Auf und Ab. Wir haben zu viele freie Chancen nicht genutzt. Ich hatte so ein knappes Spiel erwartet. Der FHC stand mit dem Rücken zur Wand und musste gewinnen, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Klar, dass sie alles gegeben haben. Wir hoffen, dass wir das alles gut verkraften und dann positiv in unser alles entscheidendes Heimspiel gegen Heide gehen. Mit einem Sieg wären wir direkt aufgestiegen. Alles ist machbar, aber letztlich haben auch alle beteiligten Teams eine gute Qualität.

Torsten Feickert (Trainer Frankfurter HC)
Großes Lob für die kämpferische Leistung an die Mannschaft. Wir haben heute alles reingeschmissen, wie auch schon in Heide. Aber heute haben wir uns auch endlich dafür belohnt. Die Torhüterinnen haben heute beide ihren Teil zum Erfolg beigetragen. Valli hat gut gehalten, aber auch Mandy, die den Siebenmeter in der Schlussphase pariert hat. Sonst wäre es auch nur ein Unentschieden geworden. Man kann eben nur als Team gewinnen und das haben wir heute gezeigt. Wir haben es jetzt zumindest ein Stück weit wieder in der eigenen Hand. Wir müssen in Allensbach gewinnen und dann können wir uns das Spiel Aldekerk gegen Heide anschauen. Mit der Mannschaftsleistung in Summe bin ich heute sehr zufrieden. Es ist wichtig, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Heute haben wir gezeigt, dass wir mithalten können in dieser Aufstiegsrunde. Jetzt fahren wir nach Allensbach mit einem sportlichen Mehrwert.

Michéle Dürrwald (Rückraumspielerin Frankfurter HC)
Für meine Nerven hätte es nicht so spannend sein müssen. Aldekerk hat die Fehler unserer jungen Mannschaft sofort bestraft. Wir waren eigentlich über die gesamte Distanz gesehen die bessere Mannschaft, konnten das aber nicht immer umsetzen. Wir sind nach wie vor hoch motiviert und freuen uns, dass wir nun in der nächsten Woche die 1000 Kilometer nach Allensbach nicht ohne sportliche Aufgabe fahren.

Maxie Fuhrmann (Neunfache Siebenmeterschützin des FHC)
Wir haben das heute super gemeistert und als Team gekämpft. Wir glauben noch an unsere Aufstiegschance und werden nun in Allensbach alles geben.

Statistik:

Frankfurter HC: Valeryia Kurliandchyk, Mandy Schneider - Anja Ziemer 4 (1/2), Julia Hinz, Sarah Bertelsmann, Kamila Szczecina 2, Michelle Strauß, Jessica Jander 1, Lilly Plath, Monika Odrowska, Emy Jane Hürkamp 1, Maxie Fuhrmann 9 (9/9), Michéle Dürrwald 5, Gerda Kairyte, Jessica Koconrek 1, Beatrice Zacharias 2, Trainer: Torsten Feickert.

TV Aldekerk: Nora Kothen, Tugce Cengiz, Nadja Leuf – Emma Molderings, Puck Verlinden 3 (0/1), Pia Kühn, Fabienne Huppers 4 (1/2), Julia Albin 1, Lena Heimes 6, Carina Schütten 1, Lina Nebel, Birga van Neerven 4, Svenja Rottwinkel 4 (2/4), Insa Weisz 1, Pam Korsten, Mallin Strunz, Trainerin: Yvonne Fillgert. 

Siebenmeter: FHC 11/10, ATV 7/3 , Zeitstrafen: FHC 2, ATV 4 
Schiedsrichter: Susann Kruska, Sarah Lange (Berlin)

Spielfilm: 2:1 (5.), 6:1 (10.), 7:3 (15.), 9:5 (20.), 11:8 (25.), 12:11 (HZ), 14:13 (35.), 16:18 (40.), 17:21 (45.), 20:21 (50.), 23:23 (55.), 25:24 (EN).

Schlagwörter: Aufstiegsrunde

 fhc am  23. Mai 2021 - 21:34 Uhr    

01 Buxtehuder SV II 2 20 4:0
02 Frankfurter HC 2 13 4:0
03 SV Henstedt-Ulzburg 2 7 4:0
04 TSV Wattenbek 2 3 4:0
05 Rostocker HC 3 -1 4:2
06 HG O-K-T 2 3 2:2
07 Pfeffersport Berlin 3 -11 2:4
08 TV Oyten 3 -14 2:4
09 MTV Heide 1 -2 0:2
10 SC Alstertal-Langenhorn 2 -5 0:4
11 HSG Mönkeberg/Schönkirchen 2 -6 0:4
12 SV Grün-Weiß Schwerin 2 -7 0:4

3. Spieltag

SV Henstedt-Ulzburg 00:00 Frankfurter HC abgesagt

Nächstes Spiel

Frankfurter HC gegen SC Alstertal-Langenhorn verlegt


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