Die Handball-Frauen des Frankfurter HC haben auch aufgrund der personell weiter angespannten Situation das Heimspiel gegen den TSV Nord Harrislee verloren. Die Oderstädterinnen unterlagen den Norddeutschen am Samstagnachmittag trotz kämpferisch guter Leistung 17:33 (8:18). Trainer Arnes Cebic hatte aus der Not eine Tugend gemacht und zum Ende der Partie neben Spielmacherin Nele Koch den Nachwuchs-Spielerinnen Luise Brandt, Jette Scheibe, Lena-Maria Barfuß, Jana Tsvirko-Neudakh sowie Lynne Junghans Einsatzzeiten im Drittliga-Team eingeräumt. Die 16-jährige Linkshänderin Lynne Junghans erzielte dabei ihren ersten – und noch dazu sehenswerten – Treffer in der Frauen-Mannschaft. Erfolgreichste Werferinnen beim FHC waren Eike Hannemann (8 Tore) sowie Cosima Hermann, die vier Mal traf.
Zweimal gelangen dem FHC in der Anfangsphase Führungen. Nele Koch besorgte das 3:2 (5.), Eike Hannemann mit ihrem bereits dritten Rückraum-Treffer das 4:3 (7.). Doch damit war das Pulver der Gastgeberinnen schon fast verschossen. Die Abwehr stand nicht aggressiv genug und auch im Angriff gelang den Oderstädterinnen fortan (zu) wenig. Die Folge war ein Fünf-Tore-Lauf der Gäste zum 4:8 (15.). Cosima Hermann gelang es vorübergehend vier Mal, den Rückstand zumindest nicht größer werden zu lassen. Dann war auch ihre Erfolgssträhne zu Ende. Auf der Gegenseite bekamen die Frankfurterinnen vor allem die wurfgewaltige Rückraumschützin Madita Jeß nicht in den Griff. Zur Pause stand so bereits ein ernüchterndes 8:18 auf der Anzeigetafel.
Dank einer sich steigernden Mandy Schneider im Tor und weiteren Treffern von Eike Hannemann schaffte es der FHC zumindest zeitweise, die zweite Hälfte ausgeglichen zu gestalten. Als die Kräfte schwanden, erhöhten die Gäste sukzessive ihre Führung. Am Ende räumte Arnes Cebic allen Nachwuchs-Spielerinnen auf der Bank noch kurze Einsatzzeiten ein. Lynne Junghans (16) fasste sich ein Herz und erzielte mit einem Rückraumwurf in die linke obere Ecke bei ihrem Drittliga-Debüt ihr erstes Tor. Auch die gleichaltrige Jana Tsvirko-Neudakh war vom Siebenmeterpunkt erfolgreich.
Arnes Cebic sagte: In der ersten Halbzeit hat die Aggressivität in der Deckung gefehlt, im Angriff waren wir unkonzentriert und haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten. Trotz der Kadersituation können und müssen wir das besser spielen. In der zweiten Halbzeit hat sich zumindest die Aggressivität in der Deckung gesteigert, aber vorn hat nicht alles funktioniert. Es ist und bleibt frustrierend, auch weil kurzfristig nicht mit einer Änderung der Situation zu rechnen ist. Wir können es nicht ändern, müssen da jetzt irgendwie durch und versuchen, das Beste rauszuholen. Mental ist das extrem schwierig für die Mädels. Aber es ist auch eine Chance für die jungen Spielerinnen. Sie haben keinen Druck und können sehen, wie es in der 3. Liga ist. Vielleicht kann sich so ja die ein oder andere für weitere Einsätze empfehlen.








